Die moderne Holzverarbeitung von heute
Holz bezeichnet laut Definition lignifiziertes (verholztes) pflanzliches Gewebe: Im Kambium, der äußeren Schicht unter der Rinde jeden Gehölzes, werden Zellen neu gebildet und in den Zellwänden Lignin, Holzzellulose und Mineralien zur Stabilisierung eingelagert. So entsteht, je nach Anteilen der Stoffe in der Zellwand, eine Holzzelle der bestimmten Holzart. Dieses gilt für Nadelhölzer ebenso wie für Laubhölzer. Nur die unterschiedlichen Einlagerungskombinationen und die Anordnung der Zellen geben hierbei jedem Holz seine spezifischen Eigenschaften.
In der heutigen industrialisierten Welt ist Holz immer noch der Allround-Rohstoff schlechthin. Aus Holz kann man fast alles herstellen. Angefangen von Balken, Kanthölzern, Brettern und Latten, die die Grundstufen der modernen Holzverarbeitung und für den Bau von Häusern, Hallen, Türmen und anderen Gebäuden unverzichtbar sind, bis hin zu Treibstoffen, Medikamenten oder Konservierungs- und Aromastoffen, die zweifellos auch das Resultat einer langen Entwicklung der Holzverarbeitung darstellen. Oder nehmen wir Gebrauchsgegenstände, wie Möbel und Werkzeuge, Musikinstrumente und nicht zuletzt das Papier, alles wäre ohne Holz nicht möglich.
Die moderne Holzverarbeitung hat im Gegensatz zu früheren Zeiten oft nicht mehr viel mit Handwerk zu tun, sondern ist hochtechnologisierte Industrie. Wo einst Holzfäller mit Äxten und Sägen im Wald unterwegs waren, sind jetzt durch Computer gesteuerte Erntemaschinen, GPS-unterstützt im Einsatz um täglich enorme Flächen der verschiedensten Wälder der Erde zu roden. In modernen Sägewerken laufen Baumstämme vollautomatisch durch die riesigen Sägeanlagen und werden in Sekundenschnelle auf das benötigte Format gebracht. Die Holzverarbeitung ist auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung, und das ist leider nicht immer gut für den Wald. Holz ist Leben und die Nutzung von Holz ist für den Menschen lebensnotwendig.